Die St. Clément-Fabrik wurde 1758 von Jacques Chambrette in Frankreich als Zweigstelle seiner bereits bestehenden Steingutfabrik in Lunéville gegründet.
Von ihren Anfängen an orientierte sie sich am High-End-Marktsegment und produzierte prestigeträchtige Steingutobjekte. Sie erlangte schnell einen guten Ruf für ihre Qualität und wurde sogar zu einem bevorzugten Lieferanten von Marie Antoinette.
Die Keramiken von St. Clément sind besonders bekannt für:
Zinnglasierte Faïence, gekennzeichnet durch eine milchig-weiße, opake Glasur, die oft mit komplizierten Designs und lebendigen Farben verziert ist.
Majolika: Ab den 1860er Jahren und für etwa vierzig Jahre produzierte St. Clément Majolika, die sich durch subtile Farbnuancen auszeichnet.
Die älteren Majolika-Stücke von St. Clément waren oft mit dem Aufdruck "SAINT CLEMENT" gekennzeichnet und konnten auch die Buchstaben "KG" von Keller und Guérin enthalten. Spätere Stücke trugen je nach Zeitraum einfach "StC FRANCE" oder andere Variationen.
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Stil Art déco Stil
Der Name Art déco wurde in den 1960er Jahren auf der Ausstellung „Les Années 25“ im Musée des Arts Décoratifs in Paris geprägt.
Die ersten Stücke waren auf der 1925 in Paris stattfindenden Internationalen Ausstellung für dekorative Künste und moderne Industrie zu sehen. Diese Ausstellung war eine direkte Reaktion auf die Ausstellungen in Turin (1902) und Mailand (1906).
Der Art-déco-Stil entstand von 1920 bis 1940 und zeichnet sich durch symmetrische, geradlinige Formen, abstrakte Designs und kräftige Farben aus.
Es kamen exotische Materialien zum Einsatz, wie Pergament, Chagrinleder (ein kleiner Fisch), Chromteile und Emaille. Auch Intarsien aus Elfenbein und Perlmutt wurden verwendet.
Im Gegensatz dazu konzentrierte sich der Jugendstil (Art Nouveau) stärker auf asymmetrische, geschwungene Linien, die von der Natur inspiriert waren.